Teamwork unter Zeitdruck: Sechs Jugendfeuerwehr-Gruppen zeigten in Rethmar ihr Können beim Stadtentscheid des Bundeswettbewerbs
Am Samstag, 25. April, fand ab 10 Uhr der diesjährige Stadtentscheid im Bundeswettbewerb der Stadtjugendfeuerwehr Sehnde in Rethmar statt. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung von der Ortsfeuerwehr Rethmar, die zugleich die Organisation und Bewirtung übernahm. Insgesamt sechs Gruppen der Jugendfeuerwehren stellten sich den feuerwehrtechnischen und sportlichen Herausforderungen des Wettbewerbs.
Zu Beginn absolvierten die Gruppen den sogenannten A-Teil des Wettbewerbs. Dabei musste innerhalb von sieben Minuten ein Löschangriff nach Feuerwehrdienstvorschrift 3 aufgebaut werden. Als Wasserentnahmestelle wurde ein offenes Gewässer simuliert, da der Wettbewerb ohne echtes Wasser durchgeführt wird.
Die einzelnen Trupps übernahmen dabei unterschiedliche Aufgaben: Während der Wassertrupp die Wasserversorgung vom offenen Gewässer über die Pumpe bis zum Verteiler aufbaute, legte der Angriffstrupp bereits seine Schlauchleitung und meisterte zusätzlich eine Leiterwand. Der Schlauchtrupp unterstützte zunächst den Wassertrupp und stand dann am Verteiler bereit und absolvierte später einen Kriechtunnel. Auch der Wassertrupp musste mit dem Überqueren einer Hürde eine zusätzliche Aufgabe bewältigen. Nach dem Aufbau aller Leitungen führten Angriffs- und Wassertrupp verschiedene Knoten und Stiche am Knotengestell aus, bevor der Gruppenführer die Übung beendete.
Im Anschluss folgte der B-Teil, ein Staffellauf über insgesamt 400 Meter mit neun Stationen. Neben mehreren Laufabschnitten mussten die Jugendlichen verschiedene Aufgaben meistern. So galt es unter anderem, einen 15 Meter langen C-Druckschlauch schnell aufzurollen, einen Schwebebalken fehlerfrei zu überqueren und abschließend einen Leinenbeutel treffsicher ins Ziel zu werfen. Die Wertung erfolgte altersabhängig: Je jünger die Gruppe, desto großzügiger war die vorgegebene Zeit.
Erstmals wurde zudem ein Zusatzspiel durchgeführt. Hierbei mussten die Gruppen blind zehn feuerwehrtechnische Geräte erkennen.
Gegen 14.30 Uhr hatten alle Gruppen die Wettbewerbe bei bestem Wetter erfolgreich absolviert. Im Rahmen der anschließenden Siegerehrung begrüßte Stadtjugendfeuerwehrwart Carsten Ude unter anderem Sehndes Bürgermeister Olaf Kruse, Stadtbrandmeister Jochen Köpfer sowie zahlreiche Ortsbrandmeister, Eltern und Gäste.
Ein besonderer Dank galt dem Betreuerteam aus Rethmar, das die Pokale für die ersten drei Plätze gestiftet hatte. Die Jugendfeuerwehr Rethmar stellte außerdem die Pokale für das Zusatzspiel sowie die beste Knotenzeit zur Verfügung.
Den ersten Platz belegte in diesem Jahr die Gruppe Rethmar 3 vor Sehnde und Rethmar 2. Auf den weiteren Plätzen folgten Rethmar 1, Müllingen-Wirringen und Ilten/Bilm.
Abschließend bedankte sich Ude bei den Ausrichtern sowie dem Wertungsrichterteam um Fachbereichsleiterin Wettbewerbe Lena Ascher. Diese hob hervor, dass alle Gruppen sehr gute Leistungen gezeigt hätten.
Die ersten fünf Platzierungen – die Gruppen aus Rethmar, Sehnde und Müllingen-Wirringen – qualifizierten sich für den Regionsentscheid am 13. Juni in Berenbostel..





